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In Schnackenburg wird jedes Jahr zu Ostern am Elbdeich am Ortseingang das traditionsreiche Osterfeuer entzündet, das zu den schönsten Osterfeuern Norddeutschlands zählt. Neben dem Verbrennen von Holz als symbolische Vertreibung der Wintergeister, steht vor allem die Gemeinschaft und der Spaß im Vordergrund. Schon 1980 hat der NDR diesem Ereignis einen zweiteiligen Spielfilm gewidmet, was den besonderen kulturellen Stellenwert dieses Festes unterstreicht.
Die Vorbereitung des Osterfeuers ist eine intensive und gemeinschaftliche Aufgabe, die jedes Jahr von den Schnackenburgern mit Hingabe durchgeführt wird. Die eigentliche „Osterfeuerwoche“ beginnt nach den ersten Planungen und umfasst fünf ereignisreiche Tage:
Tag 1 – Feuerstelle vorbereiten und Busch sammeln: Die Arbeiten starten mit dem Herrichten der Feuerstelle des Lagerfeuers. Anschließend zieht die Schnackenburger Jugend durch die Stadt und sammelt „Busch“ – Strauch- und Baumschnitt – der das Grundmaterial des Osterfeuers bildet. Alle Bewohner Schnackenburgs werden dazu aufgerufen, bis zum Mittwoch ihren Busch zur Verfügung zu stellen, um so viel Material wie möglich zusammenzutragen.
Tag 2 und 3 – Weiteres Sammeln und Vorbereitungen: Die Sammelaktion im Stadtgebiet geht weiter, und zahlreiche Freiwillige beteiligen sich. Dank der Unterstützung der Schnackenburger wächst der Holzhaufen Tag für Tag an.
Tag 4 – Der Mittelpfahl und „Ricker“ aus dem Wald: Ab Mitte der Woche zieht das Team in die umliegenden Wälder, um Ricker, also schmale Kiefernstämme, zu holen. Diese werden zur Stabilisierung und Formgebung des Buschhaufens genutzt. Zudem wird der Mittelpfahl aufgestellt, der als Zentrum des Holzhaufens dient.
Tag 5 – Aufbau in der klassischen „Tippi-Form“: Der fünfte Tag steht ganz im Zeichen des Anordnens der „Ricker“. In der traditionellen Tippi-Form wird das Osterfeuer kunstvoll aufgebaut und verleiht ihm seine charakteristische Gestalt.
Tag 6 – Der Feinschliff und die finale Vorbereitung: Am letzten Tag wird der Osterfeuerplatz hergerichtet, Bratwurst- und Getränkewagen werden aufgestellt, und die Spannung steigt. Das Herzstück des Osterfeuers, eine Strohpuppe, die symbolisch die „Wintergeister“ darstellt, wird auf den Mittelpfahl gesetzt.
Jede Nacht wird am Lagerfeuer die Osterfeuerwache abgehalten, um das Osterfeuer vor heimtückischen „Ansteckern“ aus den Nachbardörfern zu schützen. Es ist eine Tradition, die seit Jahrhunderten besteht.
Am Ostersamstag werden die Feierlichkeiten zunächst mit einem kleinen Kinder-Osterfeuer und Stockbrot eröffnet. Bei Einbruch der Dämmerung kommt dann das Osterfeuerteam mit Fackeln den Elbdeich herab und entzündet das große Osterfeuer. Während die Flammen in den Nachthimmel schlagen, versammeln sich Familien, Freunde und Besucher, um gemeinsam die Wärme des Feuers und die Ankunft des Frühlings zu feiern.
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