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Weitere Informationen gibt es beim Amt Lenzen, dem Betreiber der Fähre.
Das Vierländereck, wo Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt aufeinandertreffen, ist eine einzigartige Region mit einer bewegten Geschichte und einer besonderen Bedeutung für den Naturschutz. Das Vierländereck ist heute ein Symbol für die Überwindung von Grenzen und zugleich ein Paradies für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte.
Während der deutschen Teilung verlief die innerdeutsche Grenze durch diese Region und trennte nicht nur Menschen, sondern auch Landschaften. Der einstige Todesstreifen war ein stark bewachtes und vermintes Gebiet, das jegliche Überquerung verhinderte. Viele Dörfer wie das heute verschwundene Stresow wurden geschleift, um die Grenzsicherung zu erleichtern. Nach der Wiedervereinigung blieb dieses Gebiet ein Symbol der deutschen Teilung, zugleich bot es aber auch eine Chance für einen besonderen Naturschutzansatz.
Das Grüne Band entstand aus der Idee, den ehemaligen Grenzstreifen als Natur- und Erinnerungsraum zu erhalten. Durch die Jahrzehnte der Isolation entwickelte sich entlang der Grenze ein einzigartiger Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Heute erstreckt sich das Grüne Band als ein grüner Korridor durch Deutschland und verbindet Natur- und Geschichtsschutz auf außergewöhnliche Weise.
Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe
Ein zentraler Bestandteil des Grünen Bands im Vierländereck ist das Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“. Die Region zeichnet sich durch ihre naturnahen Flussläufe, Auenwälder und seltenen Lebensräume aus. Hier finden Tiere wie der Biber, der Fischotter und zahlreiche Vogelarten ein geschütztes Zuhause. Für Naturliebhaber bietet das Gebiet zahlreiche Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden – sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Wasser.
Grenzerfahrungen
Das Vierländereck lädt mit ausgeschilderten Rad- und Wanderwegen zu einer Reise durch die Natur- und Kulturgeschichte der Region ein. Entlang des etwa 190 Kilometer langen Vier-Länder-Grenzradwegs werden Besucherinnen und Besucher an sogenannten „Grenzerfahrungspunkten“ auf Besonderheiten hingewiesen – von Relikten der deutschen Teilung wie Grenztürmen bis hin zu historischen Siedlungsspuren und seltenen Lebensräumen.
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